Kitsch - Kopie - Nostalgie


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Kitsch as Kitsch can

Zur Beziehung von Kitsch und Religion

Andreas Mertin

Das Lexikon „Religion in Geschichte und Gegenwart“ liefert in der 3. Auflage ein eigenes Stichwort „Kitsch in der religiösen Kunst“ und legt damit nahe, dass es einen Zusammenhang zwischen beiden gibt. Zunächst definiert das Lexikon, was Kitsch sein könnte: „Gemeint ist geschmackloser, billiger Ersatz (Surrogat) wirklicher Qualität, Pseudo- und Halbkunst, die behauptet etwas zu sein, was sie nur als Schein an sich trägt, und bei glatter, das Altmeisterliche vortäuschender Technik auf minderwertige Gefühle nicht so sehr des Volkes als des ‚Publikums’ spekuliert: auf Sentimentalität, verlogenes Pathos, versteckte Sinnlichkeit.“[1] Und im Blick auf die kirchliche Kunst notiert die RGG: „Im allgemeinen wurde der Abstieg der christlichen Kunst erst augenfällig, als führende Bildungsschichten dem Kirchenglauben entglitten waren und als gleichzeitig eine allgemeine Erschöpfung der Gestaltungskraft die Stilimitation (Neugotik) beförderten. Die Schule der Nazarener mit ihren Entsprechungen der Ingres- Nachfolge in Frankreich – verdünnter Aufguss des raffaelischen und vorraffaelischen Idealismus – beherrschte die gesamte kirchliche Malerei des 19. Jahrhunderts. Neben rein akademischen und entsprechend langweiligen Leistungen verfiel die Kunst nur allzu oft ... [der] scheinheiligen Manier".[2] Jahrzehnte später ist in der Theologie die Verteidigung des Kitsches als populäre Kunst Mode geworden, selbst in Kulturdenkschriften der EKD wird das Triviale entsprechend gewürdigt. Im Folgenden geht es mir um ein paar Beobachtungen zum Thema Kitsch und Religion.

Zuflucht

Auf einer Zugfahrt fiel mir ein Kunst- und Museumsshop-Prospekt in die Hände, in dem unter anderem auch eine mir vertraut erscheinende Skulptur als Werk einer der vielleicht bekanntesten Künstlerinnen der evangelischen Kirche beworben wurde. Überschrieben war die Seite mit dem Satz: Frohe Botschaften christlicher Kunst.

Die Künstlerin hieß Dorothea Steigerwald, ein Name, der mir freilich überhaupt nichts sagte, obwohl ich mich im Bereich der bildenden Künste eigentlich ganz gut auszukennen meine. Aber irgendwoher kannte ich die im Museumsshopkatalog abgebildete Skulptur. Nach Hause zurückgekehrt stöberte ich im Nachlass meines Vaters und stieß tatsächlich auf ein analoges Objekt aus der Hand derselben Künstlerin. Zwei Monate lang stand danach die Plastik von der wie es so schön unbescheiden hieß „bekanntesten Künstlerin in der evangelischen Kirche“ auf meinem Schreibtisch, um mich zur Vorbereitung dieses Themenheftes auf das Motto "Kitsch" einzustimmen.

Und dieses Objekt mit dem Titel „Zuflucht“ schien mir außerordentlich geeignet dafür, weil es so penetrant die regressiven Bedürfnisse von manchen Menschen bedient. Wenn etwas nach meinem Dafürhalten auf den ersten Blick erkennbar Kitsch ist, dann dies. Mit Kunst hat das Ganze gar nichts zu tun, es sei denn Kunst wäre allein die Fähigkeit, Ton zu bearbeiten oder emotionale Wirkungen mit gestalteten Objekten oder mit Abbildungen zu erzielen. Dann aber wären wir eher in der Antike als in der Gegenwart.

Das etwa 20 cm große Objekt (von dem es laut Katalog ganz unterschiedliche Ausgaben in Ton, Steinguss und Bronze gibt) besteht aus zwei Händen, die ein kleines Kind bergen. Die Hände und das Kind stehen in keinem realistischen Verhältnis zueinander. Das Kind ist etwa 2 Jahre alt, Hände, die dieses Kind so umhüllen könnten, müssten schon exorbitant groß sein.

Es geht um die Darstellung eines Gefühls, des Geborgenseins und Aufgefangenwerdens. Das Ganze könnte man als religiöse Metapher interpretieren und tatsächlich wird es gängigerweise als Hinweis auf die Hände Gottes gedeutet, ganz entsprechend dem durch Laurie London 1958 populär gewordenen Spiritual: He's Got the Whole World in His Hands ... He´s got the the tiny little baby in His hands … He's Got the Whole World in His Hands.

Die Umsetzung des Themas in die Skulptur zielt bei Dorothea Steigerwald jedenfalls auf unmittelbares Einverständnis, darauf, dass niemand zum Schutz eines Kindes und zum Bedürfnis nach Schutz eines Kindes Nein sagen kann. Der das Objekt vertreibende Verlag beschreibt es so: Sicher und fest umschließen zwei Hände das Kind. Schwester Dorothea kennt die Sehnsucht nach einem Zufluchtsort, der Schutz, Wärme und Geborgenheit vermittelt. Und ihre Antwort liegt in dieser ausdrucksstarken Skulptur: „Der Höchste ist deine Zuflucht“ (Psalm 91).

Dieses Vertrauen auf eine letzte Sicherheit und Geborgenheit ist an sich ein elementarer religiöser Vorgang, der in aller Regel kontrafaktisch und proleptisch in Anspruch genommen wird. Diese „Zeichen der Transzendenz“ wie der Religionssoziologe Peter Berger sie nannte, stehen freilich immer in der Gefahr, in Kitsch umzuschlagen, und zwar genau dann, wenn sie nicht als Hoffnung artikuliert, sondern als Gewissheit verkündet bzw. dargestellt werden.

Ein guter Teil aller religiösen Artikulationen sind in einem elementaren Sinne Kitsch, weil sie das Prinzip Hoffnung mit fundamentalistischer Gewissheit verwechseln. Das lässt sich nicht zuletzt in der so genannten christlichen Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts ablesen. Das Bedürfnis nach Sicherheit in einer als unübersichtlich und verwirrend erscheinenden Welt generiert Antworten, die auf Einfachheit, Wiedererkennbarkeit und Vertrautheit abzielen. Jede Differenzerfahrung (abgesehen von der als böse erfahrenen Welt) wird abgewehrt. Und das Ganze wird dann als religiöse, ja in diesem Falle spezifisch christliche Erfahrung dargestellt.

Und so ist auch nahezu jedes der Objekte aus der Hand der „Künstlerin“ Steigerwald in diesem Sinne eine Variation fundamentalistischer Grunderfahrungen. Unter dem Titel „Zukunft der Welt“ wird ein Steinguss vertrieben, der fünf Kinder auf einer Weltkugel zeigt: „Kinder sind unsere Zukunft, das will Schwester Dorothea dem Betrachter vermitteln. Jedes Kind auf der Weltkugel symbolisiert einen der fünf Kontinente. Die Kinder blicken vorsichtig und ängstlich vom Erdball. Unsere Aufgabe ist es, sie zu ermutigen, zu fördern und zu lieben.“ Und so sieht das Objekt dann auch aus. Das alles ist Kitsch as Kitsch can – es kommt ohne alle Zwischentöne, ohne Differenzen und Erfahrungen aus. Und wer mit diesen Figuren durchs Leben gegangen ist, kann sie danach noch als Grabschmuck auf die letzte Ruhestätte platzieren: „Am Ort der Trauer erweisen sich die Figuren von Dorothea Steigerwald als tröstender Blickfang. Liebevolle Figuren als stille Tröster. Die Motive drücken Geborgenheit und Gehalten in schwierigen Zeiten des Lebens aus. Trost für jeden Besucher.“

Nun kann man das belächeln, aber es spiegelt eben einen bestimmten Teil der Grundbefindlichkeit mancher (religiöser) Menschen. Als ich einem Seelsorger die Skulptur auf meinem Schreibtisch zeigte, lachte er und sagte, so etwas gehöre zur Standardausstattung des Bauchladens seiner Kolleginnen und Kollegen. So wie diese die berüchtigten Postkarten mit Naturmotiven in Kombination mit biblischen Sprüchen unter die Leute brächten, genau so sorgten sie auch für die Verbreitung der Steigerwaldschen Objekte.

Der Theologe Hans-Eckehard Bahr unterschied vor Jahren im Gespräch mit seiner Kollegin Dorothee Sölle und dem Philosophen Jürgen Habermas zwei einander ergänzende Ausformungen von Religion, wobei eine "Ausdruck menschlicher Suche nach verloren gegangener Geborgenheit und Beheimatung" war und die andere als Impuls zur "Welterneuerung" im Sinne der neuen Wahrnehmung der Welt verstanden wurde.[3] Heute wird vor allem die erste Form von Religion als Sinnstabilisierung und Ordnungsstiftung stark gemacht, während die neue Erfahrungen generierende Form zurücktritt. „Aus höchst verletzlicher Hoffnung auf elementare Gewissheit werden jetzt Sinnressourcen, den institutionellen Sinnverwaltern allezeit verfügbar, Kontingenz im Koffer, lilasamten verpackt.“[4] Es mag daher kein Zufall sein, dass die Steigerwaldschen Objekte zum Standard-Inventar kirchlicher Ausstattung geworden sind.

Kunst als nationalreligiöser Kitsch

Nun ist Dorothea Steigerwald kein Einzelfall, viele der erfolgreichsten „Künstler“ dieser Welt arbeiten nach einem ähnlichen Muster. Denn wenn es um Popularität und kommerziellen Erfolg geht, dann ist keinesfalls Bruce Naumann die Nummer 1 der amerikanischen Künstler, sondern Thomas Kinkade. Wem der Name nichts sagt, hat Glück gehabt, denn dann blieb ihm ein Stück visueller Umweltverschmutzung erspart. Wer sich dennoch sachkundig machen will, kann hier klicken. Da wird einem gleich warm ums Herz. Die idyllische Landschaft, das Landhaus, nicht zu vergessen der Schaukelstuhl auf der Veranda und das sanfte Licht in das alles getaucht ist. Heimeliger als in diesen Landschaften geht’s nimmer. In der Weihnachtsausgabe der FAZ schreibt Lisa Zeitz über ihn: „Tatsächlich macht Kinkade Kunst für Leute, die nichts von Kunst verstehen, so süß und wohltuend wie heiße Milch mit zu viel Honig, so sanft und harmlos wie ein Kätzchen mit amputierten Krallen. Seine Bilder sind der Inbegriff von Kitsch. Kleine Steinbrücken führen über plätschernde Bergbäche, gewundene Straßen weisen den Weg zu heimelig beleuchteten Bauernhöfen mit rauchenden Schornsteinen. Überall bohrt sich die Sonne beim Auf- oder Untergehen durch malerische Wolken; es gibt massenweise Leuchttürme, blühende Gärten, junge Hunde, strohgedeckte Dächer, am Rande spielende Kinder und Landschaften, so idyllisch wie Disneyland selbst.“ [5]

Aber natürlich gibt es daneben auch den patriotischen Soldaten mit amerikanischer Flagge: "The hero of Heading Home is not an individual at all; he is the essence of the American soldier. We cannot tell whether he returns from Normandy, from Saigon, from Beirut. In a sense, he has spilled his blood on all those fields of honor. Like all of us, the soldier walks the path of his life and finds himself under God's watchful eye, alone. He is bathed in a golden light that can only be called 'heavenly.'"[6] Geliebt wird Kinkade deshalb vor allem von den konservativen Christen Amerikas. Sie sorgen für die extreme Verbreitung seiner Editionen. "It is estimated that 1 in 20 homes in the U.S. feature some form of Thomas Kinkade’s art, according to Media Arts, the publicly-traded company that licenses and sells his products." (wikipedia) Die Werke von Thomas Kinkade sind dabei nicht einmal preiswert, sondern im Verhältnis zu dem, was sie liefern, sogar extrem teuer. Das System Kinkade[7] operiert mit einer Pyramide von Wertigkeiten, beginnend mit der Standardedition, die bloß nummeriert ist bis zur Masteredition. Das aktuelle Bild von San Francisco kostet in der Masteredition gerahmt im 1 Meter Format etwa 41.232 Euro. Masteredition heißt nichts anderes, als dass der Meister jedes Werk der Edition mit dem Pinsel berührt hat.[8] Originale im herkömmlichen Sinne werden erst gar nicht verkauft.

Thomas Kinkade jedenfalls ist eine Art Symptom für die Befindlichkeiten eines gesellschaftlichen Systems: „Kinkades ‚Konzept von Schönheit’ verlangt es, dass er alle ‚hässlichen Teile’ aus seiner Malerei verbannt“.[9] Und wenn die Realität in Form des Krieges und des Leidens doch einmal ins Blickfeld tritt, dann ist sie doch von göttlichem Licht durchströmt: „Like all of us, the soldier walks the path of his life and finds himself under God's watchful eye, alone. He is bathed in a golden light that can only be called 'heavenly.'"

Aber wer nun meint, das sei eine typisch amerikanische Angelegenheit, der sei auf die hierzulande überaus erfolgreiche Kinkade-Puzzle-Serie aus dem Schmidt-Verlag[10] verwiesen, die folgendermaßen beworben wird: „Man sagt von ihm, er sei der Maler des Lichts. Das kommt nicht von ungefähr, denn in seinen impressionistischen Gemälden spielt es die Hauptrolle - mal scheint es zwischen den Bäumen hervor, mal spiegelt es sich im klaren Wasser eines Baches, mal lugt es in dunkler Nacht aus den Fenstern eines einsamen Hauses. Kein Wunder, dass er zu den populärsten und erfolgreichsten Künstlern der Gegenwart gehört. Und für alle, die sich seine Originale nicht leisten können, gibt es seine Werke als hochwertige Puzzle.“ So geht es natürlich auch.



Epilog: Die Replik - die Mutter allen Kitsches

Das Lexikon „Religion in Geschichte und Gegenwart“ hatte betont, dass der Kitsch „bei glatter, das Altmeisterliche vortäuschender Technik auf minderwertige Gefühle nicht so sehr des Volkes als des ‚Publikums’ spekuliert“. Tatsächlich ist das ‚Publikum’ ein bürgerliches, Kitsch also nicht ein Phänomen der Unterschicht, sondern eher schon des Bildungsbürgertums. Wer die Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst scheut, setzt lieber auf etablierte Werte und bekannte Kunst, die er sich dann in Form von Repliken ins Haus holt. Auf dieses Bedürfnis haben sich einige spezialisiert. Man kann Kunst-Devotionalien-Kataloge wie den eingangs erwähnten von ars mundi beinahe schon als untrügliches Indiz für derartigen bürgerlichen Kitsch ansehen. Wer durch den Katalog oder das Online-Angebot blättert, stößt allenthalben auf zur Trivialität herabgesunkenes Kulturgut. Die dort abgebildeten Objekte machen zudem eindrücklich deutlich, dass Kitsch keineswegs notwendig im Objekt selbst bereits angelegt ist (wie das bei den Objekten von Dorothea Steigerwald der Fall ist), sondern eben auch durch Rezeption oder durch massenhafte Kopie entstehen kann. „Was Kunst war, kann Kitsch werden.“[11] An und für sich ist ein Werk von Michelangelo, Ernst Barlach oder Auguste Rodin kein Kitsch, aber es kann durch die Art des Umgangs mit ihm dazu werden. Man muss sich freilich fragen, ob dann im Objekt selbst nicht zu wenig Widerstand gegen die Verkitschung angelegt war. „Kitsch ist nicht, wie der Bildungsglaube es möchte, bloßes Abfallsprodukt der Kunst, entstanden durch treulose Akkommodation, sondern lauert in ihr auf die stets wiederkehrenden Gelegenheiten, aus der Kunst hervorzuspringen.“[12] Der Katalog von ars mundi ist gutes Studienobjekt für diese Vermutung.

Aber der Katalog zeigt noch etwas anderes: Ab und an wird vertreten, Kitsch sei die Kunst für jene, die sich richtige Kunst nicht leisten könnten. Nun ist Kitsch keineswegs preiswerter als richtige Kunst, ganz im Gegenteil, wie wir ja schon am Beispiel der Kunst von Thomas Kinkade sehen konnten. Es ist also nicht der ökonomische Faktor, der hier eine Rolle spielt, sondern eher ein kultureller. Rodins „Denker“ als 72 cm großer Kunstguss für 2590 Euro ist ja ebenfalls kein Schnäppchen, das man sich mal ebenso kauft und in die Wohnung stellt. Für denselben Preis bekäme man schon Werke zeitgenössischer Bildhauer.[13] Die Skulptur von Rodin muss also eine andere Funktion erfüllen. Sie zielt auf Wiedererkennbarkeit, auf Vertrautheit, wohl auch darauf, dass man sich eben über den Sinn des Werkes gerade keine Gedanken mehr machen muss, also eben nicht nachdenken muss. Erfahrungen, die sich hier vermitteln, sind reproduzierte Erfahrungen. Davon leben natürlich alle Museumsshops dieser Welt, dass sie Kunstwerke durch simple Kommerzialisierung und Reproduktion in Kitsch umzuwandeln suchen. Und vielleicht verbindet sie das mit einer bestimmten Form von Religion, die sich vorrangig als Kontingenzbewältigung in dem Sinne versteht, dass die Fragen nicht beantwortet, sondern stillgestellt werden.

Anmerkungen

[1]    Artikel „Kitsch, in der religiösen Kunst“ in: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, RGG Bd. 3, S. 1625

[2]    Ebenda

[3]   Bahr, Hans-Eckehard (1975): Ohne Gewalt, ohne Tränen? Religion 1, Religion 2. Integrierende und emanzipierende Funktionen religiöser Sinnvergewisserung in der Gesellschaft. In: Bahr, Hans-Eckehard (Hg.): Religionsgespräche. Zur gesellschaftlichen Rolle der Religion. Erstausg. Darmstadt: Luchterhand (Reihe Theologie und Politik, 10), S. 31–64.

[4]   Ebenda, S. 43.

[6]   Beschreibung auf der Website des Künstlers.

[7]   Lisa Zeitz schreibt in ihrem FAZ-Artikel: „In den vergangenen sechzehn Jahren hat die Thomas-Kinkade-Company mit dem Verkauf seiner idyllischen Motive - nicht nur im Bilderrahmen, sondern auch auf Tassen und Möbelstücken - mehr als vier Milliarden Dollar umgesetzt.“ Und sie verweist darauf, dass die so genannten ‚Master Editions’, die keinesfalls die Originale sind, für fünfstellige Dollarsummen verkauft werden.

[8] Each Master Edition is extensively hand-highlighted by the artist himself. Enhancing the exclusivity of the Master Edition is the personal touch of the artist’s unique thumbprint and Master Edition Seal located on the back of the canvas. To signify authenticity, the Master Edition is hand-signed in metallic ink by Thomas Kinkade. Each Master Edition is numbered, with the letters ME following the print number, and bears a unique and highly detailed pencil remarque. The Master Edition is limited to distribution through Signature Galleries and Thomas Kinkade Corporate Galleries.

[9]   Lisa Zeitz, a.a.O.

[10]    Nebenbei bemerkt sind die so genannten Erwachsenenpuzzles des Schmidt-Verlages eine eigene Untersuchung in Sachen Kitsch wert. Insbesondere die Vorlagen von Anne Geddes sind hier einschlägig.

[11]   Theodor W. Adorno, Ästhetische Theorie, Gesammelte Schriften 7, S. 467

[12]   Ebenda, S. 355.

[13] Ein rascher Blick in die Skulpturenliste eines Düsseldorfer Händlers zeitigt für einen ähnlichen Preis originale Objekte von Albert Hien, Lothar Fischer, Wilhelm Loth, Ansgar Nierhoff oder Igael Tumarkin. Zum Teil sind es nur Multiples, zum Teil aber auch Einzelstücke.

Artikelnachweis: https://www.theomag.de/57/am269.htm
© Andreas Mertin, 2009