01. Dezember 2021

Liebe Leserinnen und Leser,

ein Geschenk an unsere Leserinnen und Leser, ein Bilderbuch aus der Kulturgeschichte des Christentums zum Stöbern, zum Entdecken und zum sich überraschen lassen, ist diese Ausgabe von tà katoptrizómena. Während die mediale Welt davon spricht, ob dieses Jahr Weihnachten ‚ausfallen‘ könnte (obwohl die Verkündigung an die Hirten doch schon vor über 2000 Jahren stattgefunden hat und die Geburt Christi nur memorativ gefeiert zu werden braucht), während Wohlstandsbürger besorgt darüber nachdenken, ob denn in diesem Jahr genügend Geschenke für das Fest käuflich sind (um den Konsum anzuheizen), als wäre das im Augenblick das Wichtigste, dachten wir in der Redaktion des Magazins, dass wir uns doch einmal darauf besinnen könnten, mit welchen Bildern sich das Christentum seit nun etwa 1800 Jahren diese Ereignisfolge vergegenwärtigt, welche Metamorphosen die wenigen Zeilen biblischer Texte im Laufe der Zeit durchgemacht haben: vom Proto-Evangelium des Jakobus und der byzantinischen Weihnachtsliturgie über das Pseudo-Evangelium des Matthäus und die Legenda Aurea bis zu den Visionen der Heiligen Birgitta von Schweden.

Die Texte (und Bilder) in der Rubrik VIEW beschäftigen sich daher mit der Kulturgeschichte der Weihnachtserzählung von den Anfängen im dritten Jahrhundert nach Christi Geburt bis an den Anfang des 20. Jahrhunderts.

Zunächst geht es in einem ersten Schritt darum, sich der Wirklichkeit der Bilder anzunähern: Was ist das für ein Weihnachts-Bild? fragt Andreas Mertin anhand der Darstellung der Geburt Christi auf dem Hersbrucker Altar.

Daran anschließend schreitet er die traditionellen zehn Stationen der Visualisierung der Weihnachtsgeschichte ab: von der Verkündigung an Maria, der Heimsuchung von Maria und Elisabet und Josefs Zweifel über Jesu Geburt, die Anbetung der Hirten, Jesu Beschneidung und seiner Darbringung im Tempel bis zur Anbetung der Hl. Drei Könige, der Flucht nach Ägypten und schließlich dem Kindermord in Bethlehem.

[Wenn Sie diesen 180 Seiten umfassenden Weihnachtsteil des Magazins als separate PDF-Datei gegen eine Förderspende von 5 Euro haben möchten, wenden Sie sich per Mail unter dem Stichwort „Weihnachten“ an die Redaktion redaktion@theomag.de.]

Manfred Riegger fragt anschließend nach dem religionspädagogischen Umgang mit der Weihnachtsgeschichte: „Krippe ohne Kreuz?“.  

In der Kategorie PHOTOGRAPHY stellt Wolfgang Vögele Mutmaßungen über die Ontologie der Oberflächen und Reflexionen über das Verhältnis von Fotografie und Theologie an. Er setzt dabei die Studien aus Heft 131 zum Thema Photographie und Bildwelten fort.

In der Rubrik CAUSERIEN fragt Andreas Mertin anhand eines aktuellen „Skandals“ um ein Musikvideo: Darf Salome in der Kirche tanzen?“

Unter DOCUMENTATION re-publizieren wir einen Text, den Jörg Herrmann vor einigen Jahren in „Ästhetik & Kommunikation“ geschrieben hat: Über „Medienerfahrungen und Religiosität in empirischer Perspektive“.

Unter RE-VIEW berichtet Barbara Wucherer-Staar über eine Düsseldorfer Ausstellung, die sich mit dem Werk Sigmar Polkes auseinandersetzt.

Und schließlich fragt sich Andreas Mertin in der Rubrik POST, was „Bubble“ und „Othering“ mit aktueller Theologie zu tun haben.

Heft 135 des Magazins für Theologie und Ästhetik, das Anfang Februar 2022 erscheint, steht unter der Überschrift „Die Zukunft von Kunst und Kirche“. Dazu laden wir zur Mitarbeit ein.

Für dieses Heft wünschen wir eine erkenntnisreiche Lektüre!

Andreas Mertin, Wolfgang Vögele und Karin Wendt
sowie Jörg Herrmann und Horst Schwebel


Nr.

erscheint

Themenplanung

Redaktionsschluss

135

01.02.2022

Die Zukunft von Kunst und Kirche

15.01.2022

136

01.04.2022

Totentanz - Hubert Distler

15.03.2022


Leserinnen und Leser, die Beiträge zu einzelnen Heften einreichen wollen oder Vorschläge für Heftthemen haben, werden gebeten, sich mit der Redaktion in Verbindung zu setzen.



Übersicht aller bisher erschienenen Texte

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