01. April 2017

Liebe Leserinnen und Leser,

dieses Mal können wir Ihnen ein überaus reiches, ausdifferenziertes Heft zum Thema Outsider vorlegen. Entstanden ist es eigentlich, weil Karin Wendt und Wolfgang Vögele in ihren jeweiligen Arbeits- und Interessenfeldern mit Outsider-Kunst zu tun hatten. Dann wurde aber schnell deutlich, dass die Begrenzung auf die Outsider-Kunst im engeren Sinne nicht den ganzen Reichtum des Themas abdeckt. Und so reicherte sich nach und nach, Beitrag für Beitrag das Heft mit weiteren Aspekten an. Das ist überaus faszinierend und zeugt auch etwas vom Reichtum unserer Kultur.

Die Heftredaktion lag bei Karin Wendt und Wolfgang Vögele.

Der Hauptteil VIEW präsentiert zunächst zwei Gespräche, die Karin Wendt mit Fachleuten aus dem Gebiet der Outsider-Kunst geführt hat: Daniel Baumann und Lisa Inckmann. Ergänzt wird dies durch eine Entdeckung eines Künstlers, der 30 Jahre im Verborgenen Origami gefaltet hat und den Wolfgang Vögele vorstellt. Über den Dichter Christian Wagner schreibt Burckhard Dücker. Barbara Wucherer-Staar setzt Maria Lassnig mit der Outsider-Kunst in Beziehung. Aus Anlass des Todes von Kurt Marti am 11. Februar 2017 drucken wir noch einmal ein Gespräch ab, das Horst Schwebel vor vielen Jahren mit dem Dichter und Theologen geführt hat und das auch einen Einblick in die Frage von Grenzgängertum gibt. Hans J. Wulff schickte uns einen Text mit Bemerkungen zu American Honey, der eine ganz andere Art der Outsider-Kultur vorstellt. Indirekt handelt auch der Zerbrochene Krug von Kleist von Outsidern und Insidern. Hans Jürgen Benedict bespricht die aktuelle Inszenierung in Hamburg. Berthold Engel geht den Konnotationen des Outsiders nach. Andreas Mertin untersucht die herabsetzende Rede vom Museum, die in manchen kirchlichen Kreisen gepflegt wird. Über die Gewalt der Musik schreibt schließlich Hans-Jürgen Benedict.

Unter RE-VIEW finden Sie eine Rezension von Wolfgang Vögele über Dieter Thomäs neues Buch. Hans Jürgen Benedict schreibt über die Lessingtage 2017 und Karin Wendt stellt einen Blog vor. Andreas Mertin glossiert die Neigung mancher Wissenschaftler, zu jedem Thema eine Gesellschaft für ... zu gründen.

Unter POST finden Sie wie gewohnt die Notizen von Andreas Mertin zu Themen der letzten zwei Monate und Vorstellungen von Videoclips zum Heftthema.

Wir wünschen eine angenehme und erkenntnisreiche Lektüre!

Andreas Mertin, Jörg Herrmann, Horst Schwebel und Wolfgang Vögele


Für die nächste Zeit sind folgende Themenausgaben geplant:

Heft 107 (Juni) fragt 100 Jahre Avantgarde (und kein Ende?)
Heft 108 (August) hat Die documenta in Kassel im Blick
Heft 109 (Oktober) widmet sich dem Abendmahl
Heft 110 (Dezember) wirft einen Blick auf das dann zurückliegende Reformationsjubiläum
Heft 111 (Februar) wird persönlich und trägt den Titel Mein Museum(sbesuch).

Leserinnen und Leser, die Beiträge zu einzelnen Heften einreichen wollen, werden gebeten, sich mit der Redaktion in Verbindung zu setzen.

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