Krankheit und Gesundheit


Heft 72 | Home | Hefte 1-71 | Newsletter | Impressum

August 2011

Liebe Leserinnen und Leser,

Tà katoptrizómena, das Magazin für Kunst, Kultur, Theologie und Ästhetik, bietet neben den normalen Ausgaben, die alle zwei Monate erscheinen, auch einige andere Einsichten, die sich mit den Schnittmengen von Religion und Kultur beschäftigen. Dazu gehören die assoziierten Blogs des Magazins, also Katoptrizomena – das Hauptblog mit aktuellen Notizen und Hinweisen, Lektüren mit Literaturhinweisen, Glyphen - mit Terminen, Ausstellungen und Anmerkungen rund um das Thema "Kunst und Kirche", Kunstnotizen – Links auf interessante Artikel und Beiträge aus der Presse und den Blogs.

Zu den größeren „Extensionen“ des Magazins gehört Die Eule der Minerva, ein 3D-Museum mit Werken der Kunstgeschichte und der christlichen Ikonografie, das auf eine fast spielerische Weise einen Überblick über die Geschichte der Kunst vermittelt.

Und mit dieser Ausgabe kommt als neues Angebot ein Videoclipblog hinzu, der neuere und ältere Videoclips sichtet, vorstellt und kurz kommentiert. Es ergänzt das schon etwas länger existierende Blog, indem Videoclips nur gezeigt und und verlinkt werden. Der alte Blog hatte aber den Nachteil, dass die Links angesichts der Dynamik des Netzes zu schnell veralteten. Das neue Blog bietet eine chronologische, eine alphabetische und thematische Übersicht. Es wendet sich nicht nur an Interessierte und Unterrichtende des Faches Religion, sondern an jeden, der neugierig ist auf den kulturellen Gehalt des Mediums Videoclip. Das Blog wurde nicht zuletzt deshalb möglich und notwendig, weil nach einer längeren Durststrecke nun wieder auch ästhetisch interessante und anspruchsvolle Videoclips erscheinen, die sich für die Erschließung lohnen, wie auch die aktuelle Ausgabe des Magazins zeigt.

***

Das aktuelle Heft des Magazins für Kunst | Kultur | Theologie |Ästhetik beschäftigt sich mit dem Thema Krankheit und Gesundheit. Anlass dafür war die Jahrestagung 2011 des Arbeitskreises Popkultur und Religion, die sich mit diesem Themenkomplex beschäftigte. Die Redaktion des Hauptteiles dieses Hefte hatte Harald Schroeter-Wittke.

Unter VIEW finden Sie einen Beitrag von Hans Martin Dober über die Verarbeitung von Krankheit und Endlichkeit mit Humor am Beispiel der Lyrik von Robert Gernhardt. Benitra Joswig steuert "Grasbüschel" und gemeinsam von ihr und Barbara Bux erstellte Zeichnungen bei. Christian Mulia liefert eine kultursoziologische und religionshermeneutische Analyse des Themas in diversen Zeitschriften. Inge Kirsner geht dem Thema im Feld des Filmes nach. Matthias Surall untersucht Krankheit und Gesundheit in der Popmusik, konkret bei Nick Cave. Und Denise Groth wirft einen Blick auf das Thema Krankheit in der Werbung.

Unter RE-VIEW steht ein Blick von Andreas Mertin auf das Manifest des norwegischen Massenmörders sowie zwei Auseinandersetzungen von Andreas Mertin mit Videoclips der letzten Monate, zum einen Eminems "Space Bound" und zum anderen Mobys "The Day".

Unter POST glossiert Andreas Mertin die Besinnungslosigkeit, mit der Redakteure die Inhalte von Pressemappen übernehmen.

In der BLACKBOX finden Sie in der Zeit vom 01.08.2011-30.09.2011 ein Bild von Gabriel Metsu (1629-1667). Metsu gehörte zur Popkultur des 17. Jahrhunderts, ein "Superstar des Barock". Er war zu seiner Zeit berühmter als Vermeer. An seiner Person zeigt sich auch das gespaltene Verhältnis der Hochkultur zum Populären, denn bis in die Gegenwart werden die einschlägigen Lexika nicht müde, bei aller zugestandenen Meisterschaft seine Zweitrangigkeit zu betonen. Im vorliegenden Fall haben wir eine Arbeit ausgewählt, die aus der Zeit zwischen 1650 und 1665 stammt und eine Mutter mit ihrem kranken Kind auf dem Arm zeigt. Das Bild hängt im Rijksmuseum in Amsterdam. Es steckt - für Metsu typisch - voller Anspielungen und Bezüge, hier zum Beispiel auf die Kreuzigung Jesu und das Leiden sein er Mutter unter dem Kreuz, erkennbar in dem dunklen Bild rechts oben an der Wand.

***

Wir wünschen eine angenehme und erkenntnisreiche Lektüre!

Andreas Mertin, Jörg Herrmann und Horst Schwebel