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Magazin für Theologie und Ästhetik


Brot statt Böller?

Überlegungen zum Sinngehalt einer evangelischen Zeichenhandlung*

Andreas Mertin

Es gibt Rituale, die sind so beständig wie die Tagesschau. Zu diesen Ritualen gehört die Aufforderung von "Brot für die Welt", aber auch anderen fürsorglichen Institutionen[1], man möge doch dem Jahresausgangsritual abschwören und statt dessen an die Armen denken. Alljährlich ertönt in der zweiten Dezemberhälfte das Gebot: "Brot statt Böller"! Nun wird sich kein vernünftiger Mensch dem Appell zum humanen Engagement für die Benachteiligten dieser Welt verschließen, man wird daher die Aufforderung zum Spenden als sinnvolle Aktion nur unterstützen können. Denn, obwohl die Bundesrepublik Deutschland zu den weltweit eifrigsten Spenderländern gehört, muß auch in privater Initiative noch viel Geld für die armen Länder dieser Erde gespendet werden.

Allein, die in der Parole "Brot statt Böller" gesetzte Opposition macht doch stutzig. Würde es nicht reichen, so sollte man meinen, die Menschen aufzurufen, sich der guten Sache nicht zu verschließen und deshalb fleißig zu spenden, weil die Not der Welt nur mittels einer engagierten finanziellen Unterstützung aus den reichen Ländern gelindert werden kann? Statt dessen wird mit einer Gegenüberstellung gearbeitet, hinter der man wohl nicht ganz zu Unrecht altes protestantisches Erbe und nicht zuletzt die Kierkegaardsche Entgegensetzung von Ethik und Ästhetik ahnt. Kierkegaard unterscheidet zwischen ästhetischer und ethischer Wahl. "Überall, wo im strengen Sinne von einem Entweder/Oder die Rede ist, darf man jederzeit sicher sein, dass Ethisches mit im Spiel ist."[2] Die ästhetische Wahl verliert sich dagegen an die vorübergehenden, wechselnden Erscheinungen und Möglichkeiten des Lebens. "Du schwebst über Dir selbst und unter Dir erblickst Du eine Vielfalt von Stimmungen und Zuständen, welche Du verwendest, um interessante Berührungen mit dem Leben zu finden."[3] So lässt sich sagen: "der Ästhet ist von außen bestimmt, verliert sich unmittelbar an die Mannigfaltigkeit der vorübergehenden Erscheinungen, hat sein Zentrum nicht in sich selbst, sondern in der Peripherie, betrachtet das von außen Kommende in der indifferenten unentschiedenen Haltung nur als Möglichkeiten, nicht aber als unausweichliche und verpflichtende Aufgaben, bleibt also in der Distanz und im unverbindlichen Genuss des Lebens. Die ethische Lebensweise dagegen wählt sich selbst und wird von sich selbst her bestimmt ... der Umwelt wendet der ethisch Lebende sich nicht in der Unverbindlichkeit von Möglichkeiten, sondern in der verpflichtenden Einstellung, ... die Distanz gibt er zugunsten eines eindeutigen Engagements auf, vom äußerlichen Genuss wendet er sich ab, um zur inneren Reue zu gelangen; die Indifferenz wird ersetzt durch die Entschiedenheit und Ernsthaftigkeit der Wahl, die sich dem klaren Entweder/Oder stellt."[4] M.a.W. der Ethiker sagt: Entweder Brot oder Böller.

Und dennoch ist es nicht unplausibel zu vermuten, dass es den Appellanten weniger um die gute Sache, um das ethische Engagement, als vielmehr um die Erzeugung des schlechten Gewissens geht. "Brot statt Böller" ist ein protestantisch-asketisches Jahreswechselritual, es dient nicht der Hilfe für die Dritte Welt, sondern der Kritik einer populären Verhaltensform, es ist ein protestantisches Stilprinzip. Es geht um den Luxus, gestritten wird darum, ob erwirtschaftetes Geld als Luxus verschleudert oder sinnvoll investiert werden soll.

Stuttgart, 23. Dezember 1997
Brot statt Böller - beim Sylvesterfeuerwerk auch an die Armen denken
Zum bevorstehenden Jahreswechsel appelliert "Brot für die Welt"-Direktor Dr. Hans-Otto Hahn wieder an die Sylvester feiernde Bevölkerung, über den Ausgaben für Feuerwerkskörper und Genussmittel die Notleidenden in der Dritten Welt nicht zu vergessen und sie zu unterstützen. "Brot für die Welt" erhielte, so Direktor Hahn, jährliche Anträge in Höhe von 300 Millionen Mark aus den armen Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerika, jedoch könnte gegenwärtig wegen fehlender Mittel nur jeder dritte Antrag positiv beschieden werden. Angesichts der Verelendung von weltweit mehr als 800 Millionen Menschen bezeichnete Hahn die gigantischen Ausgaben für Rüstungsgüter in Deutschland und anderen Ländern als Skandal. Ein einziges atombetriebenes U-Boot der Trident-Klasse verursache Anschaffungskosten im Gegenwert von zwei Millionen Rindern samt Pflügen, mit denen notleidenden Kleinbauern existenziell geholfen werden könnte. Um so notwendiger sei es, Gegensignale zu schaffen, im privaten Bereich die Verhältnismäßigkeit der Mittel zu bedenken und neben der eigenen Lebensfreude dem Lebensrecht der armen Bevölkerung des Südens Geltung zu verschaffen. Nach Angaben der pyrotechnischen Industrie gingen bei der Jahreswende 1996/97 Feuerwerkskörper im Wert von 150 Millionen Mark über den Ladentisch.

Silvester und das Feuerwerk

Wenn Sie, meine Damen und Herren, "kurz vor Mitternacht die Sektflaschen entkorken, wenn Sie um 0 Uhr mit Sekt anstoßen und einander ein frohes neues Jahr wünschen, wenn Sie dann noch Feuerwerksraketen zum Himmel hinaufsteigen lassen, dann - ja, dann werden Chinesen, Juden, Iraner und Araber ziemlich gleichgültig bleiben. Für sie ist diese Nacht eine ganz gewöhnliche Nacht. Denn viele Völker feiern den Jahreswechsel nicht vom 31. Dezember auf den 1. Januar, sondern an einem anderen Datum ... Die Chinesen feiern Neujahr zwischen Ende Januar und Mitte Februar, die Juden im September oder Oktober, die Iraner zu Frühlingsbeginn, also am 20. oder 21. März, und die Araber - eigentlich überhaupt nicht. Erst an unserem 17. April 1999 beginnt für sie mit dem ersten Tag des Monats Muharram das neue Jahr 1420; doch ist der Jahreswechsel für Muslime kein Anlass zum Feiern, sondern eher eine Gelegenheit, das alte Jahr still Revue passieren zu lassen."[5]

Und auch in unserem Kulturkreis ist nicht nur das Datum, sondern auch der genaue Zeitpunkt lange Zeit umstritten gewesen. Erinnern wir uns daran, dass noch im letzten Jahrhundert Deutschland eine Fülle von Zeitzonen kannte, eigentlich hatte jede Ortschaft ihre eigene Zeit. Erst mit der Eisenbahn kam dann die ortsübergreifende Zeit, etwa für Baden die sog. Karlsruher Zeit. Rund um den Bodensee galten aber weiterhin allein fünf verschiedene Zeiten. Da war es nicht so einfach wie heute, Schlag zwölf Uhr Silvester zu feiern. Auch das Datum selbst war weitgehend umstritten. "Noch das Konzil zu Tours im Jahr 576 verdammte dieses Datum, weil es heidnisch war: Caesar hatte diesen Tag, an dem die Konsuln ihre Ämter antraten, als Jahresanfang festgelegt (welcher zuvor am 1. März war). Aber dann fand die Kirche eine christliche Begründung: Im 13. Jahrhundert ernannte sie den 1. Januar zum 'Tag der Beschneidung Christi'. In Deutschland setzte sich der 1. Januar erst im 16. Jahrhundert durch. Bis dahin galt vielerorts der 6. Januar als 'Groß'- oder 'Hochneujahr', und die Spanne zwischen dem 25. Dezember und dem 6. Januar lag 'zwischen den Jahren'."[6]

Kernpunkt der protestantischen Kritik, über die noch genauer zu sprechen sein wird, ist aber inzwischen nicht mehr Silvester an sich, sondern ein Element des Silvesterrituals: das Feuerwerk, also jenes Phänomen, das - wie ein berühmter Philosoph des 20. Jahrhunderts schrieb, "um seiner Flüchtigkeit willen und als leere Unterhaltung kaum des theoretischen Blicks gewürdigt wurde".[7] Silvester dient im Volksglauben der Zukunftsdeutung, der Vertreibung böser Geister und Dämonen durch Lärm, Schießen und Vermummungen. Die Verbindung mit dem Feuerwerk ist, insbesondere was dessen breitenwirksamen Einsatz betrifft, erst jüngeren Datums. In einigen Rückblicken auf das 20. Jahrhundert wird die Zeit nach dem 1. Weltkrieg als Beginn der Silvesterknallerei beschrieben, andere Texte verweisen auf die ersten Jahre des Jahrhunderts. Man wird jedenfalls die breitenwirksame Silvesterknallerei auf das 20. Jahrhundert datieren können.

Seine Geschichte beginnt jedoch viel früher. Erfunden haben soll das Schießpulver der deutsche Mönch Berthold Schwarz im 14. Jahrhundert. Freilich hatten die Chinesen schon im 10. Jahrhundert die Grundlagen des Feuerwerks entdeckt und erfreuten sich an Wunderkerzen, Leuchtkugeln und Feuerwerkskörpern. Sie entdeckten, dass Schwefel, Holzkohle und Salpeter in "Bambusrohre gefüllt mit lautem Zischen und Krachen sowie mit einem Funkenschweif himmelwärts schoss, wenn man es anzündete. Diese Effekte eigneten sich hervorragend dazu, böse Geister zu vertreiben sowie Hochzeiten, Siege, Mondfinsternisse und das neue Jahr festlich zu begehen. Die Chinesen nannten ihr frühes Feuerwerk 'Pfeile des fliegenden Feuers'."[8] Von China ist dann die Feuerwerkskunst über Vorderasien nach Europa gelangt. Dort traf es auf die alte Tradition des Freudenfeuers: "Die Verwendung des Feuers als Ausdruck der Freude ist uralt. Seine älteste Form ist das Freudenfeuer. Es bestand gewöhnlich aus einem Scheiterhaufen, der in wilder Lohe niederbrannte. Dabei war es nicht nur die hell leuchtende Flamme, von der die Wirkung ausging, sondern das komplexe Gesamterlebnis von Brand, Zerstörung und Beleuchtung. Man möchte das archaische Freudenfeuer als das Saturnalienfest des Herdfeuers bezeichnen, die Aufhebung der Schranken des Alltags, die Ekstase, die aus solcher plötzlichen Befreiung entsteht."[9]

Bei diesen Freudenfeuern war man nicht zimperlich. Dante verweist in der Göttlichen Komödie die Verschwender in den siebten Kreis der Hölle, wo sie von Hunden gejagt und in Stücke gerissen werden. Unter den Verschwendern, die Dante namentlich erwähnt, ist Giacomo da Sant Andrea, der, um die festliche Stimmung zu erhöhen, ganze Gebäude in Brand setzte.[10] Und noch ein anderes 'Freudenfeuer' ist erwähnenswert: "Als im Jahre 1515 die Nachricht von dem Siege Franz I. über die Schweizer bei Marignano nach Rom kommt, erwirbt ein Orsini einen ganzen Block von Häusern, die er mit brennbaren Stoffen und Pulver voll stopft und als Freudenfeuer beinahe neronischen Ausmaßes anzündet."[11] Später übernahmen dann die Illuminationen und das Feuerwerk die Nachfolge des Freudenfeuers. Im 14. Jahrhundert begann man, die Wirkung der Flammen eines brennenden Holzstoßes mit Hilfe von Schwärmern und Raketen zu verstärken. Auf einem Kupferstich Matthäus Merians d.Ä. aus dem Jahre 1616 kann man die Verbindung von Freudenfeuer und Feuerwerk gut studieren. Aus einem schiffsartigen Holzunterbau schießen die Feuerwerkskörper und erleuchten den Himmel. Am Ende des Spektakels wird der gesamte Holzaufbau verbrannt.

Von Italien wurde die Inszenierung prunkvoller Feuerwerke an die deutschen Fürstenhöfe importiert. Nach und nach wurde die pyrotechnische Festkultur ausgebaut: "Weltliche und geistliche Herrscher wetteiferten um das prächtigste Farben-Spektakel. Maler, Bildhauer und Architekten wurden mit der Durchführung beauftragt. Ihr Ziel war es, die Kulissen der Schlösser und Burgen, Türme und Brücken geschickt ins Szenarium einzubeziehen. Auch Komponisten fühlten sich durch die Feuer-Kunstwerke inspiriert. Man denke an die Feuerwerksmusik von Händel. Die Pyrotechniker entwickelten im Laufe der Jahrhunderte aus den höfischen Riesenfeuerwerken die Kleinfeuerwerksartikel, die heute - für jedermann erschwinglich - als gesellschaftliches Silvestervergnügen nicht mehr wegzudenken sind."[12] Während Deutschland mit dem Feuerwerk Silvester feiert, können es in anderen Ländern die Osterfeste, Unabhängigkeitstage, Nationalfeiertage oder wie in Frankreich revolutionäre Anlässe (14. Juli) sein.

Es gibt noch eine andere Verbindung, die das Feuerwerk interessant macht: sein Beitrag zur Eroberung und zur Verzauberung der Nacht. Die Nacht, die dem Menschen lange Zeit als Gegenwelt erschien, wurde mit Hilfe des Feuers und des Lichts zugänglich gemacht. Zudem öffnete die Nacht "dem Menschen Bereiche, die ihm tagsüber verschlossen blieben; sie brachte ihn in eine direktere Beziehung zum Kosmos; sie löste die festen Formen auf und verwischte die Übergänge zwischen Wirklichkeit und Einbildung. Erstrahlte diese Nacht in einer zauberhaften Festbeleuchtung, so war - wie durch eine Droge - die Entrückung von der Tagesrealität vollendet, der 'Schauplatz eines zweiten, symbolischen Lebens' geschaffen."[13] So beendet 1905 Gilbert Chesterton ein Buchkapitel mit dem Satz: "Nie schaue ich zu den Sternen auf ohne die Empfindung, dass sie die Funken aus der Silvesterrakete eines Buben sind - erstarrt in ihrem immerwährenden Fall".[14]

Wolfgang Schivelbusch hat in seiner Geschichte der künstlichen Helligkeit im 19. Jahrhundert die unterschiedlichen Formen der Aneignung der Nacht beschrieben: "Im 17. Jahrhundert wurde die Nacht, die bis dahin terra incognita gewesen war, gleich von zwei Seiten her entdeckt und erschlossen ... die Polizei [machte] sie in der Straßenbeleuchtung überschaubar und kontrollierbar. Gleichzeitig mit dieser Ordnungsbeleuchtung entwickelte sich als deren Gegenstück die Festbeleuchtung der barocken Illuminationen und Feuerwerke. 'Es gibt kein glanzvolleres Schauspiel, und keines, das bei öffentlichen Festen allgemeiner beliebt ist', heißt es in [in einem Buch aus dem Jahr 1688] über diese Lichtdarbietungen." Und Schivelbusch fährt fort: "Das Nachtleben, das sich seit dem 18. Jahrhundert in den europäischen Metropolen herausbildete und zu einer der charakteristischen Erscheinungen der modernen städtischen Zivilisation wurde, hat seinen Ursprung in dieser Nachtkultur des Barock. Es begann um 1700 in England mit den Vergnügungsparks (Pleasure Gardens) ... Diese lassen sich am besten als kommerzielle Nachahmungen der höfischen Festkultur definieren. Die Darbietungen, die man gegen Eintrittsgeld besichtigen konnte, bestanden aus Konzerten, Illuminationen und Feuerwerken, dazu wurden Speisen und Getränke serviert und gelegentlich getanzt."[15]

Das heutige Feuerwerk zu Silvester lässt sich demnach als Aneignung bestimmter Elemente feudaler Festkultur durch breite Schichten der Bevölkerung beschreiben. Noch heute kann sich allerdings der Durchschnittsbürger Feuerwerke wie sie etwa bei "Rhein in Flammen", nach Kirmesveranstaltungen oder zu besonderen Anlässen veranstaltet werden, nicht leisten. Aber der technische Fortschritt hat es ermöglicht, dass jeder zumindest durch "Kleinfeuerwerksartikel" am allgemeinen Vergnügen aktiv teilnehmen kann. Und eine Gesetzesänderung erlaubt inzwischen sogar, dass die Verbungdfeuerwerke für die breite Masse mit 'Effektstoffen" mit einem Gewicht von bis zu 200 Gramm statt bisher nur 50 Gramm ausgestattet werden können, so dass nun auch der Durchschnittsbürger dem professionellen Pyrotechniker Konkurrenz machen kann.

In einem gewissen Sinne sind die Feuerwerke aber auch eine Fortschreibung der immer schon betrieben und äußerst wichtigen, ja überlebenswichtigen Festkultur des Volkes, nur eben mit anderen Mitteln. So schreibt Johann Huizinga in seinem Klassiker "Herbst des Mittelalters", einer Beschreibung der Kultur früherer Zeiten: "Je größer der Kontrast zu dem Elend des täglichen Lebens ist, um so unentbehrlicher wird das Fest, und um so stärkere Mittel sind nötig, um im Rausch von Schönheit und Genuss jene Sänftigung der Wirklichkeit zu empfinden, ohne die das Leben schal ist."[16]

Die protestantische Alternative

Die Pressemeldung, die 1997 anlässlich der "Brot für die Welt"-Kampagne zur Kritik des Feuerwerks und für ein asketisches Jahreswechsel-Ritual erschien, ist von einer merkwürdigen Ambivalenz gekennzeichnet, die fast jedes Wort betrifft. Das beginnt schon mit der Überschrift: "Brot statt Böller - beim Sylvesterfeuerwerk auch an die Armen denken." Eine merkwürdige Aufforderung: Würde man sich an ihren ersten Teil halten, gäbe es ein Feuerwerk, bei dem man an die Armen denken könnte, erst gar nicht mehr. Was gemeint ist, ist dennoch klar: etwas weniger für Böller an Silvester ausgeben und das dabei gesparte Geld für die Armen spenden. Aber das wird gerade nicht gesagt, weil es - wie ich unterstelle - gar nicht das Ziel der Kampagne ist.

Der zweite Teil der Überschrift, also die Erwartung, man möge beim Feuerwerk an die Armen denken, entbehrt nicht der Komik. Es kann ja nicht ganz ernst sein mit dem Wunsch, beim Feuerwerk an die Armen zu denken. Da feiern Millionen Menschen ein Ritual, das dem Wechsel des Jahres gewidmet ist, der Verabschiedung (und Bewältigung) dessen, was sich im vergehenden Jahr ereignet hat und der Begrüßung (und hoffnungsvollen Strukturierung) dessen, was vor ihnen steht, und es wird dann von ihnen erwartet, dies unter dem Gesichtspunkt der Armut der Welt zu tun? Was an sich eine sinnvolle Überlegung sein könnte (an die Armen der Welt zu denken), wird durch die zeitspezifische Kontextualisierung unsinnig: warum gerade an Silvester? Da ließe sich doch eine Fülle weiterer ebenso konstruierter und deshalb ebenso aleatorischer Alternativen denken: beim Autofahren an die Armen denken, beim Einkaufen an die Armen denken, beim Energieverbrauch an die Armen denken, beim Urlaub an die Armen denken. Sinn der appellativen Überschrift ist es offensichtlich nicht, die Menschen zum Nachdenken anzuregen, also der Frage nachzugehen, was Silvester mit der Armut der Welt zu tun haben könnte (wie es sich ja beim Autofahren, Einkaufen, Energie verbrauchen oder Urlaub machen nahe legen würde). Vielmehr handelt es sich um einen Slogan, der das Denken gerade ersetzen soll. Seine Konstruktion soll im voraus jeden Einwand im Keim ersticken.

Auch, was die inhaltliche Begründung der Pressemeldung zu "Brot statt Böller" betrifft, gibt es bemerkenswerte Aussagen. Da wird argumentiert, weil die Bundesregierung Millionen für Rüstungsprojekte verschleudere, solle der einzelne im privaten Bereich "die Verhältnismäßigkeit der Mittel bedenken und dem Lebensrecht der armen Bevölkerung des Südens Geltung verschaffen". Diese Argumentation will - gerade im Blick auf die geforderte Verhältnismäßigkeit der Mittel - wenig einleuchten. Schließlich könnten die von "Brot für die Welt" eingeforderten Gegensignale der einzelnen auch in der Forderung nach Herstellung gerechter Handelsbeziehungen in der Weltwirtschaft oder im öffentlichen Druck auf die Regierung bestehen, zwei U-Boote weniger anzuschaffen und das gesparte Geld für die Dritte Welt zur Verfügung zu stellen. Dieser politische und innerhalb einer demokratischen Gesellschaft sinnvolle und langfristig allein erfolgversprechende Weg wird aber nicht vorgeschlagen. Vielmehr soll der einzelne handeln, weil Gerechtigkeit und Humanität sich gesellschaftlich und politisch nicht durchsetzen lassen.

Andere Organisationen gehen noch einen Schritt weiter, indem sie behaupten, das Silvesterfeuerwerk sei nicht nur faktisch eine unterlassene Hilfeleistung, sondern darüber hinaus auch vergleichbar mit der öffentlichen militärischen Aufrüstung, es handele sich sozusagen um eine analoge private Aufrüstung des Bürgers. Deshalb fordert man ganz konsequent die "private Abrüstung"[17]. Und auch im Jahr 1998 schreiben Welthungerhilfe, Tierschutz- und Kinderschutz-Bund unisono in ihrem Appell zum Jahreswechsel, "der Verzicht auf die 'sinnlose Silvester-Knallerei' sei aktiver Menschen- und Tierschutz".

Nun kann man mit Fug und Recht fragen, was denn an der Silvester-Knallerei "sinnlos" sein soll. Dass es für Teile der Bevölkerung keinen Sinn erfüllt, heißt ja nicht, dass es für andere nicht doch einen Sinn hätte. Zumindest die Kontinuität der menschlichen Begeisterung für Freudenfeuer und Feuerwerk spricht dafür, dass es sich um mehr handelt, als nur um 'sinnlose Silvester-Knallerei'.

Public Relations statt Argumente

Was daher vor allem an der Alliteration "Brot statt Böller" irritiert und irritieren muß, ist das "statt". Es deutet die Zielrichtung des Appells an. Es soll etwas ersetzt werden, Brot soll an die Stelle von Böller treten. Dieses "statt" will in zweierlei Hinsicht bedacht werden. Zum einen im Blick auf die argumentative Verkürzung, die mit ihm stattfindet, zum anderen auf das dahinterstehende Gedankenmodell der Bedeutung des Rituals und der Feier für die Menschen.

"Brot statt Böller" ist ein klassischer Slogan, also der Versuch, etwas in knappster Form dem Gedächtnis einzuprägen. Slogans sind keinesfalls ein Mittel der Argumentation, vielmehr verkürzen bzw. ersetzen sie diese. Die Alliteration bildet dazu das unterstützende sprachliche Mittel. Die Alliteration ist zum unverzichtbaren Stilmittel deutscher Werbeagenturen geworden. Und was der Werbung recht es, scheint "Brot für die Welt" und anderen nur billig sein.

Ein anderer nach dem Prinzip der Alliteration gebildeter Spruch, der sich ebenfalls in der kirchlichen Publizistik finden lässt, heißt entsprechend "Klinik statt Kracher". Weitere Wucherungen nach diesem Sprachmuster ließen sich ohne viel Phantasie und mit wesentlich mehr Plausibilität ausdenken: etwa Brot statt Benzin - Armenhilfe statt Alkohol - Asyl statt Autobahnen - Caritas statt Champagner - Geld statt Geburtstagsfeiern - Wohltaten statt Weihnachten - Gaben statt Geschenke. All diesen Sprachfiguren gemeinsam ist die mit ihnen angezielte Komplexitätsreduktion.

Der amerikanische Medientheoretiker Douglas Rushkoff verweist darauf, dass diese Form sprachlich bewirkter Problemverkürzung als Public-Relations-Strategie Anfang dieses Jahrhunderts in Amerika entwickelt wurde, um das Volk im Sinne der Regierung zu beeinflussen. Statt die anstehenden konkreten Probleme (in diesem Fall der Kriegseintritt durch eine ursprünglich pazifistisch gesinnte Regierung, später dann Auseinandersetzungen mit Gewerkschaften) in ihrer Komplexität zu erläutern und zu vermitteln, werden "leichtverständliche, aber bedeutungslose Slogans" entwickelt, die dem "Gegner" moralisch keine Alternative lassen. Wer sich dem vorgeschlagenen Verhalten widersetzt, so schreibt Rushkoff, "muß kleingemacht, in die Ecke gedrängt, marginalisiert werden", er darf rein rhetorisch keine Chance mehr haben.

Bekannt geworden sind Slogans wie "Brot statt Böller" in Amerika daher unter dem Etikett: "der gesunde Biss". Das anstehende Problem wird so zugespitzt artikuliert, dass jeglicher Widerspruch als moralisch anstößig empfunden wird. Gleichzeitig, so betont Rushkoff, liegt dieser Art der Propaganda ein Menschenbild zugrunde, das von einer ziemlich negativen Beurteilung der breiten Masse ausgeht. Man ist der Ansicht, dass das allgemeine Publikum zu dumm sei, um die Feinheiten der Diskussion über das zugrundeliegende Problem zu begreifen. "Anstatt die Öffentlichkeit durch intellektuelle Argumente zu überzeugen, bemühen sich die Public-Relations-Experten vor allem um die Vereinfachung von Problemen und rufen eine emotionale Reaktion bei den Zuschauern hervor".[18]

Die zynische Reaktion

Im Internet, dem World Wide Web, diesem seismographischen Medium des Zeitgeistes, gibt es inzwischen mehrere Seiten, die sich satirisch dem protestantischen Jahreswechselritual "Brot statt Böller" widmen. Sie gehen dabei so vor, dass sie den Slogan seines ethisch-sozialen Kontextes entkleiden und ihn wortwörtlich missverstehen. Dazu erörtern sie, was einem beim Jahreswechsel das Ersetzen des Feuerwerks durch Brot bringen würde. Der ethische Impuls wird so vollständig unterlaufen und ironisch dekonstruiert.

Mit animierten Bildern gestaltet, geht zum Beispiel der Artificial Madness Report[19] der Frage nach, ob Brot als an sich unspezifisches Medium (im Gegensatz zu Ostereiern, Weihnachtsstollen) eine geeignete Alternative für das Silvesterfeuerwerk sein könne. Welche anlass-spezifische Form und welche Konsistenz müsste Brot haben, um als Silvesterbrot kenntlich zu werden? Mit ätzenden Worten wird dann Brot als Feuerwerkssurrogat unter verschiedensten Gesichtspunkten analysiert. Kann man mit Brot einen Briefkasten explodieren lassen? Wie hoch lässt sich Brot im Vergleich zu einer Silvesterrakete schleudern? Wie viel Brote lassen sich zu einer Silvesterfeier problemlos transportieren? Wie lässt sich die notwendige Vielfalt und Abwechslung herstellen.

Mit sicherem Gespür für die Schiefheit der Argumentation, d.h. aber auch für ihre Unglaubwürdigkeit, wird so die ethisch motivierte Kampagne ins Lächerliche gezogen. Und ganz konsequent ist es das rhetorische "statt" an dem die Zyniker sich reiben.

Allerdings wäre es im Blick auf die Initiatoren des Appells zu kurz gegriffen, die Verwendung des Slogans auf rhetorische Strategien zu reduzieren, vielmehr treiben die Verfasser auch inhaltliche Motive an.

Die protestantische Kritik am Genuss

Man wird nicht fehlgehen in der Annahme, dass einige der "urprotestantischen" Motive der Luxus- und Genusskritik zumindest den Nährboden abgeben, auf dem der Slogan "Brot statt Böller" seine Kraft gewinnen soll. Zwei Elemente sind es, die vorrangig zum Tragen kommen: eine bestimmte Form der Sinnen- und Genussfeindlichkeit und die Überzeugung, dass die Ausgabe von mühsam erwirtschaftetem Geld für Genuss und Freude eine Verschwendung ist. Beide Züge lassen sich schon Max Webers Beschreibung der innerweltlichen Askese des Protestantismus entnehmen.

"Mit voller Gewalt wendet sich die Askese", so schreibt Weber, "vor allem gegen eins: das unbefangene Genießen des Daseins und dessen, was es an Freuden zu bieten hat." Die innerweltliche protestantische Askese "schnürte die Konsumtion, speziell die Luxuskonsumtion ein." Wichtig war den Predigern der Askese vor allem und das ist das zweite Moment, "dass die Statthaftigkeit der Freude an den rein ästhetischen oder sportlichen Genuss dienenden Kulturgütern jedenfalls immer eine charakteristische Schranke findet: sie dürfen nichts kosten."[20]

Mir scheint es kaum bezweifelbar, dass "Brot für die Welt", ob bewusst oder unbewusst, der Tradition dieses Denkens folgt. Denn ihr Vorwurf lautet nicht nur, wer Geld für Böller ausgibt, entzieht den Armen Brot, sondern darüber hinaus auch, dass mit dem Silvesterfeuerwerk Geld verschwendet wird, dass es unnütz ausgegeben wird, dass es zu nichts oder allenfalls zu Zielen dient, die angesichts des Zustands der Welt zu missbilligen sind: eben dem Genuss und der leeren Unterhaltung. Nicht zufällig erscheint daher Silvester als Ansatzpunkt des Appells. Bei allen anderen Konsumausgaben ließen sich in der Logik der protestantischen innerweltlichen Askese Rationalisierungen entwickeln: Autofahren und Energie verbrauchen muß man zur Ausübung des Berufs, Einkaufen oder Urlaub machen zur Regeneration der Arbeitskraft usw. Das Silvesterfeuerwerk aber erscheint als Verschleuderung von Mitteln im Rahmen einer Feier um der Feier willen.

Hatte die Kritik des Genusses in den vergangenen Jahrhunderten noch antifeudalistische Züge, ist sie nun in die Artikulation einer allgemeinen (bürgerlichen) Norm umgeschlagen. Das ist konsequent, denn der Protestantismus hat, wie Ernst Troeltsch schreibt, nicht nur "einen stark pessimistisch weltabgewandten Zug", sondern er will zugleich "das innerweltliche Leben selbst mit diesem Zug durchdringen".[21] Mit anderen Worten "Brot für die Welt" versucht gegen den "verschwenderischen Luxus des Silvesterfeuerwerks" eine alternative Zeichenhandlung zu etablieren: den ostentativen Verzicht.[22] Der gute evangelische Bürger stellt sich der ethischen Herausforderung des ENTWEDER Brot für die Welt ODER Böller für den persönlichen Genuss; er entscheidet sich und verzichtet demonstrativ auf "Spaß, Genuss, Action". Er verbleibt beim traditionellen, d.h. überlieferten protestantischen Stil, der nicht zweckgerichtet ausgegebenes Geld als Verschleuderung ansieht. Kapital muß sinnvoll genutzt werden. Die moralische Begründung lautet, "dass keiner mehr hungern soll".[23] Das ist ein ehrenwertes Ziel und doch wird mit seiner rigiden Formulierung die noch weitergehende Utopie, dass das Leben auf Erden nicht nur der Befriedung des Hungers dienen, sondern zeichenhaft auch Elemente eines besseren Lebens enthalten sollte, aufgegeben.

Denn anzuerkennen wäre doch nicht zuletzt, dass die Menschen auch "der Heiligkeit des Mummenschanzes" bedürfen, dass "das wahrhaft Menschliche die unnützen Dinge sind". Zu bestreiten ist daher die Ansicht, dass Riten und Formalitäten nur etwas Künstliches, Aufgesetztes oder sogar Verderbtes sind. Derartige "Rituale sind viel älter als das Denken; sie sind viel einfacher und phantastischer als das Denken."[24] Die Verachtung, die sich der Parole "Brot statt Böller" gegenüber menschlichen Riten ablesen lässt, dementiert ihren vorgeblich humanen Impuls. Zur Humanität des Menschen gehört die Feier, das Fest, der Rausch, die Verausgabung, zur Humanität des Menschen gehört auch die Freude an den Funken einer Silvesterrakete. Noch einmal mit den Worten von Gilbert Keith Chesterton: "Nie schaue ich zu den Sternen auf ohne die Empfindung, dass sie die Funken aus der Silvesterrakete eines Buben sind - erstarrt in ihrem immerwährenden Fall".[25]

Anmerkungen

* In gekürzter Form zuerst erschienen in: Praktische Theologie 2/99, Jahrtausendwechsel, S. 105-112.

  1. So meldet der Bayrische Rundfunk 1997: "Mit der Parole 'Brot statt Böller' ruft die deutsche Welthungerhilfe gemeinsam mit dem deutschen Kinderschutzbund und dem deutschen Tierschutzbund auch heuer dazu auf, in der Silvesterzeit weniger Geld für Feuerwerkskörper auszugeben. Die drei Organisationen deklarieren dies als private Abrüstung und bitten darum, die so eingesparten Beträge einem Projekt der Welthungerhilfe in Indien zukommen zu lassen." Im ARD/ZDF-Videotext vom 28.12.1998 lautet die entsprechende Meldung ein Jahr später: "Spendenaufruf: 'Brot statt Böller'. Unter dem Motto 'Brot statt Böller' haben Welthungerhilfe, Kinderschutzbund und Deutscher Tierschutzbund dazu aufgerufen, Silvester auf das Feuerwerk zu verzichten und statt dessen zu spenden. Der Verzicht auf die 'sinnlose Silvester-Knallerei' sei aktiver Menschen- und Tierschutz, hieß es. Weltweit hungerten zur Zeit rund 800 Millionen Menschen. Die diesjährige Aktion stehen im Zeichen der Hurrikan-Katastrophe in Mittelamerika. Die pyrotechnische Branche erwartet, dass die Deutschen ähnlich wie letztes Jahr 160 Millionen DM für das Neujahrs-Feuerwerk ausgeben werden."
  2. Sören Kierkegaard: Entweder / Oder. Gütersloh 1980. 2. Teil, 2. Band, S. 177.
  3. Ebd., S. 212.´
  4. Henning Luther: "Subjektwerdung zwischen Schwere und Leichtigkeit - (auch) eine ästhetische Aufgabe?"; In: Von der Schwere Gottes und der Leichtigkeit des Seins. Hg. von Dietrich Neuhaus. Arnoldshain, 1992, S. 28-50, hier S. 33f.
  5. Das vorstehende Zitat verdanke ich der Dezemberausgabe 98 der Zeitschrift ZUG, und dort dem Aufsatz Zeitensprünge von Peter Köhler, S. 28-33.
  6. Ebd., S. 32f.
  7. Th. W. Adorno, Ästhetische Theorie, Frankfurt 5/1981, S. 125
  8. Ch. Panati, Universalgeschichte der ganz gewöhnlichen Dinge. Frankfurt 1994, S. 97.
  9. W. Schivelbusch, Lichtblicke. Zur Geschichte der künstlichen Helligkeit im 19. Jahrhundert. München 1983, S. 134.
  10. Dante, Inferno XIII, 109ff. Vgl. Werner Sombart, Liebe, Luxus und Kapitalismus. Über die Entstehung der modernen Welt aus dem Geist der Verschwendung, Berlin o.J., S. 105f.
  11. A. Lotz, Das Feuerwerk, Leipzig o.J., S. 18; zit. nach Schivelbusch, Lichtblicke, S. 134.
  12. So die Website des Feuerwerks des Verbandes der Pyrotechnischen Industrie: http://www.feuerwerk-vpi.de/v_gesch.htm
  13. Schivelbusch, Lichtblicke, ebd.
  14. G.K. Chesterton. Ketzer. Eine Verteidigung der Orthodoxie gegen ihre Verächter (1905), Frankfurt 1998, S. 221.
  15. Schivelbusch, Lichtblicke, ebd., S. 133.
  16. J. Huizinga, Herbst des Mittelalters, Stuttgart 11/1975, S. 368.
  17. Vgl. die in Anmerkung 1 zitierte Meldung.
  18. D. Rushkoff, media virus. Die geheimen Verführungen in der Multi-Media-Welt, Frankfurt 1995, S. 25ff.
  19. http://members.aol.com/artmadinst/special/brot.htm
  20. M. Weber, Die protestantische Ethik, hg. von J. Winckelmann, Gütersloh 5/1979, Band I, S. 175ff.
  21. E. Troeltsch, Die Kulturbedeutung des Calvinismus; ebd., Band II, S. 188-215, hier S. 198.
  22. Berücksichtigt man, dass jeder Bundesbürger durchschnittlich gerade zwei Mark für das Silvesterfeuerwerk ausgibt, wird fraglich, wie effizient eine solche Zeichenhandlung wäre. Aber Zeichenhandlungen fragen selten nach Effizienz.
  23. Th. W. Adorno, Minima moralia. Reflexionen aus dem beschädigten Leben, Frankfurt 1951, S. 206.
  24. G.K. Chesterton. Ketzer, a.a.O., S. 87ff.
  25. Ebd., S. 221.

© Andreas Mertin 2002
Magazin für Theologie und Ästhetik 20/2002
http://www.theomag.de/20/am73.htm